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Kategorie: Hintergrund-Infos
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Zwischen Utopie und Realität – Was meine Bachelorarbeit mit fairfam zu tun hat
Als ich meine Bachelorarbeit schrieb, steckte ich mitten in meiner eigenen Mutterschaftskrise. Ich stellte mir eine große Frage: Wie gehen Frauen heute mit ihrer Mutterschaft um – und was braucht es, um eine utopische Elternschaft leben zu können?
Ich wollte wissen, was uns wirklich stärkt. Ob Maschinen, Technik oder KI uns in der Elternschaft helfen können. Oder ob wir etwas völlig anderes brauchen. Ich habe über Wochen hinweg mit Müttern gesprochen, Interviews geführt, Umfragen ausgewertet. Dabei habe ich gesehen: Die Themen sind überall die gleichen. Die Überforderung. Der Druck. Der Wunsch, es besser zu machen, anders zu machen als die Generationen vor uns. Und das Gefühl, vom System alleingelassen zu sein.
Die Recherche gehörte zu den frustrierendsten Zeiten meines bisherigen Lebens. Sie hatte Fragen aufgeworfen, die mich bis heute begleiten. Und sie waren der Beginn einer schrecklichen Zeit des Umbruchs. Nur vier Tage nach der Abgabe meiner Bachelorarbeit bekam ich die schlimmste Nachricht meines Lebens. Meine Mama hatte eine Gehirnblutung und würde noch am gleichen Tag sterben.
Ein Einschnitt, der mir gezeigt hat, wie wertvoll unser Austausch über Elternschaft war – und wie viel ich davon an meine Kinder weitergeben möchte. Wie besonders die Verbindung einer Mama zu ihrem Kind und wie wichtig Spiritualität im Alltag ist. Gerade wenn ich mit meinen beiden Töchtern über ihre Oma spreche. Mein Herz fühlt beides: Traurigkeit und Zuversicht. Ich möchte meinen Kindern einen Umgang mit dem Tod schenken, der von Leichtigkeit geprägt ist. Ein Samen, den meine Mama in mein Herz gepflanzt hatte und der im Leben meiner Kinder zum Baum heranwachsen darf.
Rückblickend war die Entstehung meiner Bachelorarbeit der emotionale Tiefpunkt – das ehrliche Hinsehen, das Aufdecken und die völlige Desillusionierung der Konsequenzen von Elternschaft. Die Utopie war die Vision: Wie Elternschaft sein könnte, wenn sie frei, fair und selbstbestimmt wäre. Und fairfam ist mein realistischer Weg dazwischen: fundiert, alltagstauglich, menschlich.
Ich glaube nicht an utopische Elternschaft. Aber ich glaube daran, dass wir sie gestalten können – mit Klarheit, mit Empathie und mit gegenseitiger Unterstützung.
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Wie ich an fairfam arbeite und welche Themen wirklich zählen
Hinter fairfam steht keine Agentur, kein Verlag, kein Start-up. Hinter fairfam stehe ich – eine Mutter, die sich Klarheit gewünscht hat und sie nun weitergibt.
Ich arbeite strukturiert und flexibel. Ich plane Inhalte, recherchiere, schreibe, gestalte – und gleichzeitig kümmere ich mich um zwei Kinder, wickle, stille, spiele, organisiere, begleite. Ich weiß, was Care-Arbeit bedeutet. Und ich weiß, wie schnell der Alltag kippen kann. Genau deshalb ist fairfam praxisnah, ehrlich und machbar.
Inhalte entwickle ich auf Basis wissenschaftlicher Studien, mit Unterstützung von Expert:innen und mit dem Anspruch, alles transparent zu belegen. Jede Quelle ist angegeben. Jeder Download basiert auf fundiertem Wissen. Denn Transparenz ist die Basis für Fairness.
Themen, die mich beschäftigen:
- gleichberechtigte Aufteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit,
- finanzielle Absicherung und Vermögensaufbau,
- Kommunikationsstrategien und Mental Load,
- Wertearbeit, Spiritualität, Beziehungspflege,
- Alltagsorganisation, Konfliktlösung, Selbstfürsorge.
fairfam ist kein starres Konzept – sondern ein wachsendes Angebot. Ich höre zu, beobachte, reflektiere. Und ich passe an, was nicht passt. Für mehr Gleichgewicht, mehr Verbindung und mehr Selbstwirksamkeit in Familien. Seid gespannt auf einen Online-Kurs, der dich dabei unterstützt, Elternschaft bewusst und gerecht zu leben.
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Wie fairfam entstanden ist und warum ich diesen Weg gehe
Ich bin Mama geworden – und fand mich plötzlich in Strukturen wieder, von denen ich angenommen hatte, sie lägen längst hinter uns. Ich war überrascht, wie stark ich für Gleichberechtigung kämpfen musste. Wie sehr ich mich in Rollen wiederfand, die ich nicht gewählt hatte und die auch nicht zu mir passten. Wie selbstverständlich Verantwortung auf mir landete – emotional, organisatorisch, finanziell. Und wie wenig vorbereitet ich war.
Die Geburt meines ersten Kindes war traumatisierend. Der Einstieg ins Mama-Sein: einsam. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich mit meiner nicht schlafen wollenden Tochter in der Trage spät abends noch durch die Straßen lief, meine Schwester am Telefon und ich schluchzte schuldzerfressen: „Ich bin einfach keine Mama. ich fühle es nicht.“ Doch was ich fühlte war Zerrissenheit zwischen der neuen Verantwortung für ein Leben, Care-Arbeit, Beziehung, und dem Versuch, mich selbst nicht gänzlich dazwischen zu verlieren. Je mehr ich mit anderen Frauen sprach und für meine Bachelorarbeit recherchierte, desto klarer wurde: Das ist kein Einzelfall. Das ist unser System.
Es dauerte ein halbes Jahr bis ich in meiner Mamarolle ankam. Ich hatte zahlreiche Diskussionen mit meinem Partner, Gespräche über Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse. Dass wir das erste Jahr als Eltern mit einem Schreibaby, das zeitweise nicht länger als eine Stunde am Stück schlief, als Paar überlebt hatten, grenzte an ein Wunder.
fairfam ist das Resultat. Mein drittes Baby. Ich möchte nicht, dass andere Frauen und Eltern dieselben Kämpfe führen müssen – unvorbereitet, isoliert, frustriert. Ich möchte ein Angebot schaffen, das Klarheit bringt, Orientierung gibt und Mut macht. Das ehrlich ist, ohne zu überfordern. Das Werkzeuge liefert, statt nur Ideale zu predigen. Und das Elternschaft als etwas begreift, das nicht von selbst fair wird – sondern das gestaltet werden will.
Was mir selbst gefehlt hat? Rollenvorbilder. Werkzeuge. Ein Austausch auf Augenhöhe. Ein Ort, an dem ich all das finde, ohne bewertet zu werden. Genau das wird fairfam.
Ich bin überzeugt: Elternschaft kann gleichberechtigt sein. Aber nur, wenn wir sie bewusst gestalten.
